Triumph Street Triple S / R / RS 765

Mittelklasse Roadster mit mehr Hubraum

Es war ein offenes Geheimnis und seit dem 10. Januar ist es Gewissheit : Triumph hat die Street Triple Familie ordentlich überarbeitet und für 2017 stehen 3 verschieden Modelle zur Verfügung. Die Street Triple S ist die Basisvariante, gefolgt von der R und dem Topmodell RS. Allen drei gemein ist der neue von der Daytona abgeleitete und im Hubraum aufgestockte Dreizylinder mit jetzt 765cm³. Triumph hat Bohrung und Hub vergrößert (77.99mm Bohrung und 53.38mm Hub) und somit den Drilling etwas langhubiger ausgelegt. Verdichtet sind alle 3 Leistungsvarianten einheitlich mit 12.65:1. Die Leistungsdaten können sich für ein Mittelklasse Naked Bike durchaus sehen lassen.

  • RS 123 PS bei 11.700 U/min und 77 Nm bei 10.800 U/min
  • R 118 PS bei 12.000 U/min und 77 Nm bei 9.400 U/min
  • S 113 PS bei 11.250 U/min und 73 Nm bei 9.100 U/min

Die Daten zeigen das nicht nur eine andere Programmierung der Motorelektronik für die Leistungsunterschiede sorgt, sondern das hier tatsächlich andere Hardware in Form von Nockenwellen etc. verbaut wurden, um den drei Drillingen einen jeweils anderen Charakter zu erziehen. Die S gibt Leistung und vor allem Drehmoment bereits bei deutlich niedrigeren Drehzahlen ab als vergleichsweise die RS. Bei der S liegt das maximale Drehmoment bereits bei 9.100 U/min an, wohingegen bei der RS darüber noch ein kleines Feuerwerk gezündet wird und ihre 77 Nm erst bei knappen 11.000 U/min anliegen. Die R ordnet sich Leistungsmäßig zwischen ihren beiden Geschwistern ein.

Die R und RS besitzen noch eine Anti Hopping Kupplung und nur die RS bekommt serienmäßig einen Quickshifter verpasst und alle Modelle der 17er Street Triple können jetzt EURO4. Das zu erreichen hat unter anderem die Anpassung des Auspuffsammlers erfordert, was auch ein Grund sein dürfte, dass die Schwinge der Streety so aussieht wie sie aussieht. Es musste schlicht Platz für den Auspuffsammler geschaffen werden. Uns kann es nur gefallen, der filigrane Schwung der jetzt Gullwing genannten Schwinge des Drillings sieht durchaus ansehnlich aus.

Quelle: Triumph Motorcycles
Schwinge und Endschalldämpfer

Fahrwerk und Bremsen

Am vorderen Ende werkelt in allen 3 Modellen eine 41mm dicke Showa Upside-down Gabel. Die Hinterhand wird in der S und R von einem Showa Federbein im Zaum gehalten, die RS bekommt ein Exemplar von Öhlins spendiert. Zusammengehalten wird alles von einem Leichtmetall-Brückenrahmen, der Heckrahmen ist verschraubt (einfach zu tauschen im Sturzfall). Das Trockengewicht aller 3 Varianten liegt bei 166kg, was leichtfüßigen Kurvenspaß verspricht.
Gebremst wird in der Basisvariante S vorn mit zwei 2-Kolbensätteln von Nissin. Die R und RS beißen jeweils mit Brembo Vierkolbensätteln in die 310mm Bremsscheiben. Das ABS ist bei allen Varianten der Street Triple serienmäßig an Bord.

Quelle: Triumph Motorcycles
Quelle: Triumph Motorcycles

 

Auf den Asphalt übertragen wird die Kraft durch einen 120/70 ZR17 am Vorderrad und einen 180/55 ZR17 am Hinterrad. Die S und R Version stehen auf Pirelli Diablo Corsa, die RS rollt mit Pirelli Diablo Rosso Supercorsa SP auf die Straße.

Der Preis für die sportlichen Britinen ist bereits bekannt und im Rahmen der üblichen Konkurrenz :

  • Street Triple S 2017 :      8.900€
  • Street Triple R 2017 :    10.200€
  • Street Triple RS 2017 :  11.600€

 

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