Kawasaki Z H2 – Endlich der Kompressor im Naked Bike

Kawasaki macht weiter und bringt ihren 200PS Kompressormotor jetzt auch in ihrem Naked Bike. Herzlich willkommen zur Kawasaki Z H2.

  • Kawasaki Z H2Quelle: Kawasaki
  • Kawasaki Z H2 ActionQuelle: Kawasaki
  • Kawasaki Z H2Quelle: Kawasaki
    Die neue Kawasaki Z H2.
  • Kawasaki Z H2 HeckansichtQuelle: Kawasaki
    Der große Endschalldämpfer muss leider sein.
  • Kawasaki Z H2 FrontQuelle: Kawasaki
  • Kawasaki Z H2 MotorQuelle: Kawasaki
    200PS Kompressor Vierzylinder. Der Quell aller Freude.
  • Kawasaki Z H2 CockpitQuelle: Kawasaki
    Ultascharfes, konfigurierbares Display
  • Kawasaki Z H2 FrontQuelle: Kawasaki
    Die Front der neuen H2 mit asymmetrischem Lufteinlass.

Wo soll es noch enden?

Es gab Zeiten, da galten 150PS in einem Naked Bike als der blanke Wahnsinn. Unfahrbar müsse das doch sein, wer braucht so etwas schon und so weiter und so fort….. Nun haben wir 2019 und Kawasaki stopft ihr 200PS Kompressortriebwerk in eine Z. Ende der Diskussion. Und nein, hier wird nicht über die Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens geschrieben, die stellt sich bei Motorrädern ohnehin kaum. Hier geht es nur um eins: Unterhaltungswert!

Aufgeblasen!

Was haben wir der Vorstellung der aufgeladenen Z entgegen gefiebert. Vorher gab es Gerüchte, dann Gewissheit, dann ein Teaser Trailer und schließlich: BAAAM! Endlich präsentieren uns die Japaner den neuesten Ableger ihrer H2 Familie. Neben der Supersportlerin H2 und der Touringvariante H2 SX, gibt es nun auch die Z H2.

Unsere Vorfreude allerdings kehrte sich in leichte Verwunderung um, als wir die ersten Bilder und Videos der Z sahen. Es gab im Vorfeld bereits einiges an Konzepten und Studien, wie sie wohl aussehen könnte, aber das finale Design ist auf den ersten Blick doch etwas ernüchternd. Wollen wir uns nicht zu lang daran hochziehen, Design ist immer Geschmacksache und vielleicht ist man nur mit der falschen Erwartung herangegangen. Dies kann jeder für sich entscheiden. Wie dem auch sei, man erkennt die Formensprache der Z Familie wieder und abgesehen von der vielleicht etwas klobig wirkenden Frontverkleidung, ist sie definitiv in 2019 angekommen. Der asymmetrische Lufteinlass sieht markant aus und rundum LED Beleuchtung ist Standard.

Quelle: Kawasaki

Leistung und andere Sünden

Der große Vorteil, wenn man einen Kompressormotor zum Spielen zur Verfügung hat, ist die Tatsache das sich niemand mehr um Leistung sorgen muss. So garnicht…..nicht einmal annähernd…..kein bisschen. Der 998ccm große Vierzylinder wird über einen Kompressor zwangsbeatmet. Das sorgt für 200PS bei 11.000/min und 137Nm bei 8.500/min. Damit dringen die sonst eher für ihre Zurückhaltung bekannten Japaner in Regionen vor, die bisher nur von wenigen in diesem Segment erreicht wurden. Im Getriebe arbeiten nun Dog-Ringe (einfach nur Schaltmuffen) um das Schalten geschmeidiger zu gestalten und geschaltet wird hoch wie runter per Quickshifter.

Der Motor wurde im Gegensatz zur H2 SX und der reinrassigen H2 auf ein wenig mehr Drehmoment bei unteren und mittleren Drehzahlen getrimmt. Und da Kawasaki das scheinbar noch nicht gereicht hat, wurde auch noch die Endübersetzung verkürzt. Wie schon erwähnt, um Leistung muss sich niemand mehr sorgen…
Wie auch schon auf den Schwesterbikes, braucht der Motor trotz Aufladung keinen Ladeluftkühler. Kawasaki kann dank verhältnismäßig kurzer Ansaugwege und effizienter Ölkühlung darauf verzichten.

Quelle: Kawasaki

Gitterrohr ist immer noch sexy

Auch die Basis der Z H2 bildet ein Gitterrohrrahmen aus hochfestem Stahl. Vorn arbeitet eine Showa SFF Big Piston Gabel, hinten sorgt ein Federbein ebenfalls von Showa für Ruhe. Im Bereich der Schwingenlagerung gibt es dann doch noch ein massives Alu Teil, welches Rahmen, Schwinge und Motor verbindet und in dem Bereich für ausreichende Steifigkeit sorgt.
In der Zweiarm Aluminumschwinge dreht sich ein 190/55, vorn ein 120/70. Verzögert wird vorn über 290er Scheiben, die von 2 radial verschraubten Brembo M4.32 Bremssätteln in die Zange genommen werden. Der Radstand fällt mit 1455mm durchaus Handlingsbetont aus und es wird sich zeigen wie sehr das Gewicht von 239Kg zu spüren ist.

Quelle: Kawasaki

Jetzt beherrsch dich doch mal!

Um ihr nacktes Monster ein wenig zu zähmen, hat Kawasaki der Z H2 jede Menge elektronische Helfer und Unterstützer mit auf den Weg gegeben. Angefangen vom Kurven-ABS, welches zusätzlich auch noch drauf aufpasst, dass sich das Heck des Bikes beim plötzlichen Ankern nicht zu weit hebt. Weiterhin gibt es noch eine Traktionskontrolle, Wheeliecontrol, Launch Control, den bereits erwähnten Quickshifter und einen Tempomat. Alle Helfer sind noch in verschiedene Modi unterteilt und können nach Belieben gewählt werden.
Das LCD Display im Cockpit gibt glasklar Auskunft darüber was gerade vor sich geht und lässt sich ebenfalls relativ frei konfigurieren. Außerdem hat man noch die Möglichkeit über die „RIDEOLOGY“ App diverse Einstellungen des Bikes über sein Smartphone zu konfigurieren und per Bluetooth zu übertragen. Bei vorhandener Verbindung werden unter anderem auch Anrufe oder Nachrichten im Display der Z eingeblendet, auch werden Daten wie die gefahrene Route und Telemetriedaten gespeichert. Sehr nettes Gimmick.

Quelle: Kawasaki

Fazit

Die Kawasaki Z H2! Erst einmal vielen Dank das ihr den Mumm habt überhaupt so ein Bike auf die Räder zu stellen! Die Technik ist faszinierend, der Motor jetzt schon legendär und die Elektronik definitiv auf Augenhöhe. Über das Design möge die Szene entscheiden.

Danke für die Aufmerksamkeit

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